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Interkulturelles Festival eigenarten

Ein großes Programm mit Musik, Theater, Tanztheater, Literatur und Performances von internationalen Künstlern, die in Hamburg leben, ihre kulturellen Wurzeln jedoch in anderen Regionen haben, macht in seiner 18. Ausgabe vom 26. Oktober bis zum 5. November das interkulturelle Festival eigenarten. Zum „Wortklang“ lädt das Festival am 29.10. ins Ernst-Deutsch-Theater, wo Tomàs Cohen, Anna Glazova, Aref Hamza, Henry Holland, Juta Vaitkiene und Raed Wahash eigene Gedichte in ihrer Muttersprache lesen. Vor jedem Gedicht wird eine Übersetzung präsentiert. Es ist nur eine von mehreren ungewöhnlichen Lesungen.
Das Festivalprogramm findet man hier: www.festival-eigenarten.de

Comic Festival Hamburg

Mehrere Ausstellungen, Lesungen, Workshops, ein großes Kindercomicprogramm und eine Verlagsmesse präsentiert vom 5. bis zum 8. Oktober das 11. Comicfestival Hamburg. In einer großen Gruppenausstellung in der Galerie in der Speckstraße werden u.a. Arbeiten von Marijpol, Nacha Vollenweider und Alice Socal zu sehen sein, Anke Feuchtenberger zeigt im „Druckdealer“ neue Siebdrucke und in der Galerie Hinterconti mit ihren Studierenden von der HAW unter dem Titel „Der Stadtspaziergang als Comic“ gezeichnete Essays. Ergänzt wird das Hauptprogramm durch viele Ausstellungen in Ladenlokalen und kleineren Galerien m Karoviertel und auf St. Pauli. Festivalzentrum ist das Kölibri am Hein-Köllisch-Platz.
Weitere Infos www.comicfestivalhamburg.de

Lesefest Seiteneinsteiger

Das größte Kinderlesefest Deutschlands beschert Hamburg vom 5. bis zum 13. Oktober über 200 Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Zum ersten Mal kooperiert Seiteneinsteiger“ in diesem Jahr mit dem Comicfestival Hamburg, ein Schwerpunkt liegt jedoch auch auf spannenden Sachbüchern, u.a. lädt der Autor und YouTuber Philip Häusser zu einer großen Science Show ein, es wird einen „Forschervormittag für Familien“ geben und auch an den Schulen stehen Sachthemen aus Umwelt und Naturwissenschaften auf dem Programm.
Weiter Infos unter www.seiteneinsteiger-hamburg.de.

„Die Schönsten Deutschen Bücher 2017“

Noch bis zum 6. Oktober zeigt die Zentralbibliothek (Hühneposten 1) wieder eine Ausstellung mit den von der Stiftung Buchkunst gekürten 25 schönsten und innovativen Büchern des Jahres. In der Kategorie „Allgemeine Literatur“ wurden in diesem Jahr u.a. Paul Austers bei Rowohlt erschienene Buch „4321“ ausgezeichnet, der von Tobias Roth im Verlag Das Kulturelle Gedächnis herausgegebene Band mit Voltaires Text „Der Fanatismus oder Mohammed“ und Tilman Ramstedts im Hanser Verlag erschienener Roman „Morgen mehr“.
Eine Liste mit allen 2017 prämierten Büchern gibt es bei der Stiftung Buchkunst: www.stiftung-buchkunst.de

5. Hamburger Stiftungstage

So viele Stiftungen gibt es sonst nirgendwo in Deutschland: 1398 Stiftungen sind in der Hansestadt tätig, von großen Organisationen bis zur Ein-Mann-Initiative. Ob Gesundheit, Denkmalschutz oder Wissenschaft und Forschung, in nahezu allen Bereichen sind Stiftungen in Hamburg engagiert, und in der Kultur wäre Hamburg ohne das Engagement von Stiftungen ein sehr viel ärmeres Pflaster. An den Hamburger Stiftungstagen, die vom 9. bis zum 13. Oktober stattfinden, sind 99 Stiftungen mit ca. 140 Veranstaltungen am Start, die meisten können kostenlos besucht werden.
Das Programm und weitere Infos gibt es hier: www.hamburger-stiftungstage.de

Neuer Literaturpreis: WORTMELDUNGEN

Die in Frankfurt am Main ansässige Crespo Foundation hat einen neuen Literaturpreis ins Leben gerufen. Der mit 35.000 Euro dotierte Preis WORTMELDUNGEN – Literarisch schreiben. Kritisch verorten zeichnet herausragende kurze literarische Texte aus, die sich mit gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit auseinandersetzen und soll jährlich vergeben werden.
Weitere Infos unter http://www.wortmeldungen.org

„Hamburger Tüddelband“ für Birte Müller

Die Illustratorin und Autorin Birte Müller ist am 14. September im Rahmen des Harbour Front Literaturfestivals in der Hauptkirche St. Katharinen mit dem mit 3.000 Euro dotierten „Hamburger Tüddelband“ ausgezeichnet worden, das unter der Schirmherrschaft von Christine Kühne für Kinder- und Jugendliteratur vergeben wird. Ausgezeichnet wurden bisher u.a. Kirsten Boie, Cornelia Funke und Finn-Ole Heinrich.

„Bilderfolgen von Flucht und Exil“

Der „Grafischen Literatur als Reflexionsmedium von Entortungsgeschichten“ widmet sich eine Ausstellung die noch bis zum 29. Oktober im Gang zum Lichthof im Altbau (1. Etage) der Staats- und Universitätsbibliothek gezeigt wird.
Der Comic in seiner heute bekannten Form beginnt thematisch mit einer Flucht: Superman, in den USA von Jerry Siegel und Joe Shuster als erste Superheldenfigur der Comicgeschichte erschaffen wurde, muss seinen Heimatplaneten Krypton verlassen und wird mit einer Rakete auf die Erde geschickt. Superman lebt dort wie ein Mensch; er versteckt seine übermenschlichen Fähigkeiten und setzt diese nur im Geheimen und für den Kampf gegen das Böse ein. Flucht und Exil, Fremdheit und Assimilation, dies sind bis heute bestimmende thematische Signaturen des Mediums. Während die ersten Comics vor allem durch die Migrationserfahrung ihrer Zeichner geprägt waren, werden Flucht und Exil aktuell sowohl aus betroffener wie auch aus außenstehender Perspektive ins Bild gerückt. Die Ausstellung sowie der Newsletter der Walter A. Berendsohn Forschungsstelle für deutsche Exilliteratur unternehmen den Versuch, Funktionen und Potenzialen grafischer Literatur zum Themenkomplex Flucht und Exil in historischer und aktueller Perspektive nachzuspüren.

Ausstellung über „Das Kapital“

Das Museum der Arbeit zeigt ab dem 6. September eine Ausstellung zur Geschichte und Aktualität von Karl Marx´ „Das Kapital“. Anlass ist das 150-jährige Jubiläum der Erstveröffentlichung des ersten Bandes der „Kritik der politischen Ökonomie“, die 1867 in Hamburg im Verlag von Otto Meissner erschien. Damals dauerte es vier Jahre bis die ersten 1000 Exemplare verkauft waren, heute ist das Werk eines der auflagenstärksten Bücher der Welt.
Weitere Infos hier: www.museum-der-arbeit.de

2. Plattdeutsche Kulturtage in Hamburg

„Un wedder hebbt wi“, heißt es im Veranstaltungsprogramm, „en bunten Rükelbusch vun Veranstalten tosomenstellt.“ Das „wi“ meint hier einen Zusammenschluss von Vereinen und Institutionen, die sich gemeinsam für plattdeutsche Kultur einsetzen. Zum zweiten Mal finden die „Plattdeutschen Kulturtage“ statt, die vom 28. September bis zum 15. Oktober Lesungen, Filme, Vorträge, Führungen, Theater, Musik und einen Gottesdienst präsentierten. Mit dabei sind u.v.a. Gerd Spiekermann, Herr Momsen, Jochen Wiegandt, Gerrit Hoss und Silke Frakstein.
Das vollständige Programm findet am hier: www.plattdeutsche-kulturtage.de

„Schädlich und unerwünscht“

Mit dem Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland setzte im Frühjahr 1933 auch die Zensur von Literatur ein, wenige Wochen danach brannten Bücher, Autoren wurden verhaftet und verfolgt, ihre Werke verboten. Viele von ihnen flohen aus Deutschland. Der Staats- und Universitätsbibliothek in Hamburg kam damals eine besondere Rolle zu. Als wissenschaftliche Bibliothek musste sie die verbotenen Bücher nicht aussortieren, sondern war aufgefordert, sie zu verwahren, um eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den „Feinden des Reiches“ zu ermöglichen. Die von den emigrierten und später auch von den deportierten jüdischen Bürgern beschlagnahmten Besitztümer wurden durch das Reich gewinnbringend „verwertet“. Bücher wurden dabei den Bibliotheken angeboten, auch die SUB profitierte davon. Sie erhielt besonders viel „verbotene Literatur“, da diese nicht öffentlich versteigert werden konnte. Die „Arbeitsstelle für Provenienzforschung – NS-Raubgut“ der SUB präsentiert nun in einer Ausstellung, wie sich Spuren beider Verfolgungskomplexe – verbotene Bücher, verfolgte Menschen – noch heute in den Beständen der Staats- und Universitätsbibliothek nachweisen lassen.
Zur Eröffnung der Ausstellung spricht am 8. September Dr. Anna v. Villiez zum Thema „Verbotene Bücher als NS-Raubgut in der Stabi“, Dr. Wilfried Weinke spricht über „Aufklärung über das Verlorene: ‚Aus zwei Quellen‘ von Jakob Loewenberg“.
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, Ausstellungsraum, Erdgeschoss, Von-Melle-Park 3, 18.00 Uhr, Eintritt frei. Die Ausstellung wird bis zum 22. Oktober im Ausstellungsraum gezeigt. Eintritt frei.

Hamburger Theater Festival 2017

Zum 9. Mal findet noch bis zum 6. November 2017 das Hamburger Theater Festival statt. Die eingeladenen Produktionen sind herausragende Arbeiten aus deutschsprachigen Theatern, die in Hamburg am Deutschen Schauspielhaus, im Thalia Theater, auf Kampnagel, im St. Pauli Theater, der Hamburgischen Staatsoper und in der Laeiszhalle gezeigt werden. Das Programm des Festivals, viele weiter Informationen und Karten gibt es hier: www.hamburgertheaterfestival.de

Auszeichnung für Gino Leineweber

Der „Literaturpreis für die Unterstützung und Affirmation der bosnisch-herzegowinischen Literatur und Kultur in Europa und in der ganzen Welt“, den der Verlag „Das Bosnische Wort“ jährlich auf der Buchmesse in Sarajevo vergibt, geht in diesem Jahr an den Hamburger Autor Gino Leineweber. Der Literaturpreis wird auf der Zentralbühne der diesjährigen Buchmesse in Sarajevo vergeben, auf der der Verlag „Das Bosnische Wort“ mit dem Verleger Simo Esic ca 40 neue Veröffentlichungen vorstellen wird.

Spuren jüdischer Geschichte in Hamburg

Wie nehmen Jugendliche die jüdische Geschichte in ihrem Stadtteil wahr? Was erfahren sie über ihre Umgebung und sich selbst? Das waren Ausgangsfragen für eine großartige Website von Hamburger Schülerinnen und Schülern, die unter Geschichtomat.de das jüdische Leben in Hamburg dokumentiert.

Weitere Infos hier: http://www.geschichtomat.de