News

»Erlesenes auf Papier«

Über 50 Künstler, Werkstätten und Editionen präsentieren bei der 13.
BuchDruckKunst-Messe am 24. und 25. März ihre Bücher, Einbände und Papiere. Zum festen Programm der Messe gehören Druckverfahren, aber auch Papierschöpfen und Buchbinden. Zu Gast ist u.a. der Verleger Josef Kleinheinrich, der seit 1986 wunderschöne Kunst- und Künstlerbücher verlegt. Eintritt: € 10.-/7,- (mit Katalog)
buchdruckkunst.com

Die neue Bonuskarte für Lesungen

Die Bonuskarte für Lesungen in Hamburg

Die vier Indie-Buchhandlungen Lüders in Eimsbüttel, Bücherck Niendorf, Christiansen in Ottensen und Cohen + Dobernigg im Schanzenviertel haben gemeinsam eine Bonaskarte für die Besucher ihrer Lesungen herausgegeben. Wer in den teilnehmen Buchhandlung eine Lesung besucht, bekommt einen Stempel in die Bonuskarte, die elfte Veranstaltung ist dann gratis.
Eine schöne Idee –und bei vierzig Veranstaltungen der Teilnehmenden Buchhandlungen ist so eine Bonuskarte ja auch ziemlich flott vollgestempelt.

»Die Welt als Wald«

Das Centrum für Naturkunde im Zoologischen Museum zeigt noch bis Ende März die Ausstellung »Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald«, die zur Beschäftigung mit Naturbildern und deren Wandlung einlädt und Verbindungen von den Expeditionen des Naturforschers Alfred Russel Wallace im 19. Jahrhundert zu aktuellen Umweltveränderungen in Südostasien und dem Amazonasgebiet zieht. Neben bildender Kunst sind auch Exponate aus wissenschaftlichen Sammlungen des Centrums für Naturkunde sowie des Herbarium Hamburgense und des Nutzpflanzenmuseums zu sehen. Verschwindende Vermächtnisse stellt tradierte Bilder von Natur angesichts von Artensterben, Entwaldung und Klimawandel in Frage und zeigt die unvergleichliche Artenvielfalt im Spannungsfeld von Wissenschaft und Monokultur.

Die Ausstellung ist von dienstags bis sonntags von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
http://www.uni-hamburg.de

„Ich wollte immer einen Satz sagen“

Bis zum 4. März zeigt die Freie Akademie der Künste eine Retrospektive der im Spannungsfeld von Kunst und Politik entstehenden Arbeiten von H.D. Rühmann, die immer wieder auch literarische Bezüge herstellen, als Texte auf Tafeln oder Textbilder erscheinen. Eine der Aktionen von Rühmann waren „Wah[r]plakate“, die er zur Bundestagswahl 2009 in der Ottenser Hauptstraße in Altona aufstellte, aber auch mit Statements, Reflexionen und Visionen im Lessingtunnel installierte und „unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ auf dem stillgelegten Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Altona. „Unternehmen djun-leb“ nannte der Künstler „eine 10-tägige geistige Raumfahrt in einer einfachen Holzkiste, 2 x 2 x 2 Meter groß, eingehängt in einem Baugerüst 20 Meter über der Hamburger Kunsthalle“.

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
www.akademie-der-kuenste.de

„Plötzlich ein anderer Raum“

Der Hamburger Autor und Literaturveranstalter Rüdiger Käßner ist am 2. Februar nach langer Krankheit verstorben. Wir trauern um einen engagierten Mitstreiter und sehr geschätzten Kollegen, der eine Institution in der Hamburger Literatur war, ob als Autor, Veranstalter oder Multiplikator. Lange Zeit gehörten die Mails mit seinen Veranstaltungstipps für viele zum Alltag, in den letzten Jahren hat er sich dann auf das konzentriert, was ihm besonders am Herzen lag: die Weblesungen und seine Lesereihe „Harburger Auslese“. Für die Weblesungen, die der ausgebildete Fotograf und studierte Literaturwissenschaftler und Soziologe seit 20 Jahren im Auftrag der Behörde für Kultur und Medien veranstaltete, hat er im wöchentlichen Wechsel Podcasts mit Hamburger Autorinnen und Autoren produziert, anfangs noch als „Hamburger Literaturtelefon“. Das Archiv umfasst heute hunderte von Lesungen. Bei seiner Lesereihe „Harburger Auslese“ hatte der „Experte für literarische Qualität“ (Hamburger Abendblatt) in den letzten Jahren so ziemlich jede und jeden mit Rang und Namen in der Hamburger Szene zu Gast. Dass er selbst als Autor angetreten war, ging bei seinem Engagement für Literatur manchmal fast schon unter. 1995 hat er einen Förderpreis für Literatur der Hansestadt Hamburg erhalten, seine Erzählungen sind in Zeitschriften und Anthologien erschienen, und er hat seine Texte auch oft und gern vorgelesen. Texte, in denen „hinter der Verlorenheit der städtischen Alltagstristesse plötzlich ein anderer Raum aufschimmert, die polychrome Magie der Zweitwelt, das Stelldichein von neurotischen Obsessionen, Phantasie und jener Art Realität, die möglicherweise die wahrere ist“, wie sein Schriftstellerkollege Christoph Ernst einmal schrieb. Der letzte eigene Podcast von Rüdiger Käßner auf LiteraturinHamburg.de ist die Erzählung „Jazz“ aus dem vergangenen Herbst, ein Abschiedsgeschenk und ein Hinweis auf die Spuren, die wir hinterlassen.
Hier kann man sich „Jazz“ anhören: Rüdiger Käßner: Jazz »

EuropaCamp auf Kampnagel

Unter dem Motto „Rethink. Reload? Reclaim!“ thematisiert das EuropaCamp der ZEIT-Stiftung am 2. und 3. Februar auf Kampnagel die aktuellen Herausforderungen der Europäischen Union in einer großen Konferenz mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Workshops, Filmscreenings, und natürlich auch in Theater- und Performanceformaten. Mit dabei sind auch die Hamburger Animationsfilmerin, Autorin und Geheimagentin Mariola Brillowska und Günter Reznicek, die zu einer performativen Lesung ihres Hörspiels „Sanatorium Europa“ (WDR, 2017) einladen. Die Schauspielerin und Autorin Laura deWeck und der Art-Disco Musiker Arvild Baud verhandeln in einer musikalischen Lecture zwischen Vortrag und Konzert die Vorzüge der direkten Demokratie und stellen sich die Frage: „Wie wirken sich Volksentscheide weltweit auf Liebesbeziehungen aus?“
www.kampnagel.de

Sefardische Handschriften und Bücher aus Hamburg

Noch bis zum 4. März zeigt die Staats- und Universitätsbibliothek im Ausstellungsraum im Erdgeschoss die Ausstellung „Von Maimonides bis Da Costa. Sefardische Handschriften und Bücher aus Hamburg“. Die sefardischen Manuskripte und Bücher stammen aus Hamburger Privatsammlungen des 17., 18. und 19. Jahrhunderts und wurden von den jüdischen Familien Abas, de Castro, Meldola, Cassuto, Sealtiel, Mussaphia Fidalgo und Heyman Baruch Levy kenntnisreich zusammengetragen. Vieles wurde über die Zeit gerettet, vieles wurde verkauft oder gilt heute als verschollen. Mit den erhaltenen Handschriften aber besitzt die Staats- und Universitätsbibliothek heute einen großartigen Bestand an Hebraica und Sefardica.
In enger Zusammenarbeit mit dem Centre for the Study of Manuscript Cultures der Universität Hamburg und der Bibliothek des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden sowie Hamburger Museen gibt die Ausstellung einen exemplarischen Überblick über die Hamburger Sammlungen, wobei der Schwerpunkt auf den sefardischen Handschriften in spanischer Sprache und lateinischer Schrift liegt.
Wissenschaftlich begleitet wird die Ausstellung von der Fachtagung Objects of desire – Sefardic Manuscripts from Hamburg am 12./13.2. (SFB 950, Warburgstr. 26).
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, täglich bis Mitternacht geöffnet, der Eintritt ist frei.

Mara-Cassens-Preis 2017

Das neue Jahr hat im Literaturhaus mit einem Festakt begonnen: Sasha Marianna Salzmann wurde am 16. Januar mit dem Mara Cassens-Preis für das beste Debüt 2017 ausgezeichnet. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird von einer ehrenamtlichen Leserjury vergeben, die sich aus 15 Mitgliedern des Literaturhauses e.V. zusammenfindet. 77 Debüts hatten sich um den Preis beworben. Ein Grußwort sprach Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien.

Hamburg Lesen 2017

Holger Jass ist für sein Buch „Mein Onkel Pö“ mit dem Buchpreis „HamburgLesen 2017“ ausgezeichnet worden. Der mit 5000 Euro dotierte Preis wird von der Staats- und Universitätsbibliothek für ein herausragendes Buch mit einem thematischen Bezug zu Hamburg vergeben. Das Buch von Jass über die legendäre Musikkneipe „Onkel Pös Carnegie Hall“ würde „eine Hamburger Stadtteilgeschichte, eine Hamburger Sittengeschichte“ und „ein Kapitel der internationalen Jazz-Geschichte“ erzählen, heißt es in der Begründung der Jury. Erschienen ist „Mein Onkel Pö“ im Offline Verlag.

Treffen des Schreibzirkels „Schreibende Schüler“

Der Hamburger Schreibzirkel Schreibenden Schüler e.V. trifft sich einmal monatlich im Kulturhaus Eppendorf – der nächste Termin ist am 11. November. Alle Kinder und Jugendlichen, die gern Geschichten oder Gedichte schreiben, sind herzlich eingeladen, sich hier über ihr Hobby auszutauschen, eigene Texte vorzulesen, anderen Kritik zu geben, Schreibspiele zu spielen und jede Menge Spaß zu haben.
Geleitet wird die Schreibgruppe von der Germanistik-Studentin und ehemaligen Schreibzirkel-Teilnehmerin Hannah Göing (21). Neue Autorinnen und Autoren können bei jedem Termin einfach dazukommen.
Kulturhaus Eppendorf, Julius-Reincke-Stieg 13a, 14.00 bis 17.00 Uhr, Eintritt frei.
Weitere Termine unter: schreibende-schueler.de oder per E-Mail an hamburg(at)schreibende-schueler.de.

Ausstellung über „Das Kapital“

Das Museum der Arbeit zeigt ab dem 6. September eine Ausstellung zur Geschichte und Aktualität von Karl Marx´ „Das Kapital“. Anlass ist das 150-jährige Jubiläum der Erstveröffentlichung des ersten Bandes der „Kritik der politischen Ökonomie“, die 1867 in Hamburg im Verlag von Otto Meissner erschien. Damals dauerte es vier Jahre bis die ersten 1000 Exemplare verkauft waren, heute ist das Werk eines der auflagenstärksten Bücher der Welt.
Weitere Infos hier: www.museum-der-arbeit.de

Spuren jüdischer Geschichte in Hamburg

Wie nehmen Jugendliche die jüdische Geschichte in ihrem Stadtteil wahr? Was erfahren sie über ihre Umgebung und sich selbst? Das waren Ausgangsfragen für eine großartige Website von Hamburger Schülerinnen und Schülern, die unter Geschichtomat.de das jüdische Leben in Hamburg dokumentiert.

Weitere Infos hier: http://www.geschichtomat.de