Veranstaltungen

Dienstag, 23.01.2018


Lesung

Literatursoiree mit Iris Wolff




Der Literaturkritiker und Autor Lothar Müller trifft sich zum Gespräch mit der 1977 in Siebenbürgen geborenen und in Freiburg lebenden Schriftstellerin Iris Wolff. Gemeinsam loten sie Grundfragen der Literatur aus und werfen einen Blick auf die im Salzburger Otto Müller Verlag erschienenen Bücher „Halber Stein“, „Leuchtende Schatten“ und „So tun, als ob es regnet“ von Iris Wolff. Vor allem mit dem letztgenannten „Roman in vier Erzählungen“ gelang ihr der Durchbruch. Bei NDR Kultur hieß es: „160 Seiten Text, der mindestens noch einmal so viel dem Leser selbst überlässt. So sollte Literatur sein!“; Denis Scheck schwärmte: „Mich hat dieses Buch hingerissen und verzaubert wie lang keines mehr“, und „Die Presse“ sprach von „Bildern, die in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur kaum ein Pendant haben“.

Veranstalter: Literaturhaus. Schwanenwik 38, 19.30 Uhr. Eintritt: 12.-/8.- Euro.


Literatur im Gespräch

„Caffè letterario“

Auf dem Programm des deutsch-italienischen Literaturtreffs steht der Roman „Enciclopedia della donna“ von Valeria Parrella.

Istituto Italiano dCultura, Hansastr. 6, 19.00 Uhr, Eintritt frei. Anmeldung unter Tel.: 040-39999130 oder per E-Mail an iicamburgo(at)esteri.it.


Lesung mit Lothar Frenz

Portrait und Requiem für ein sagenhaftes Tier




Es sei „das anrührendste Naturbuch des Jahres“, schrieb DIE ZEIT. „Ein zärtliches Denkmal, das auch ein Plädoyer ist für den Artenschutz“, kommentierte "ttt – titel, thesen, temperamente", ARD, das neu bei Matthes & Seitz in der Reihe "Naturkunden" erschienene Buch über "Nashörner" von Lothar Frenz. Um 19.00 Uhr stellt er sein Buch im Zoolgischen Museum vor. Eine Gespräch mit dem Autor führt Dr. Thomas Kaiser, Leiter der Säugetierabteilung am CeNak, über Bedeutung und Gefährdung dieser bedrohten Tiere.

Plump und unbekümmert im Erscheinungsbild, charakterlich zwischen freundlichem Dickhäuter und wütendem Ungetüm: Nashörner haben in den Beschreibungen von Menschen oft einen schweren Stand. Dennoch oder gerade deshalb üben sie für uns seit Tausenden von Jahren eine besondere Faszination aus. In seiner Natur- und Kulturgeschichte der nach den Elefanten größten Landsäugetiere wirft Lothar Frenz einen zärtlichen und kundigen Blick auf das Rhinozeros und verfolgt seine großen Auftritte von den Höhlenmalereien in Chauvet über Dürers berühmten Holzschnitt bis hin zur gehörnten »Jungfer Clara«, dem Star-Rhino des 18. Jahrhunderts und Protagonisten der ersten europaweiten Werbekampagne. Doch seine Anziehungskraft wurde ihm auch zum Verhängnis: Frenz zeigt, wie nicht zuletzt die Gier nach dem sagenumwobenen Horn seine Bestände bedrohlich dezimierte. Sein Portrait ist zugleich ein Requiem für ein sagenhaftes Tier, das von Menschen bis heute immer wieder als Jagdtrophäe missbraucht wird.

Zoologisches Museum im Centrum für Naturkunde, Bundesstraße 52, 19.00 Uhr, Eintritt frei.