Mittwoch 27.03.2019


Lesung mit William Boyd

»Blinde Liebe«




Er hat mehrere internationale Bestseller veröffentlicht, wurde vielfach ausgezeichnet und in »The Daily Telegraph« auch schon als »Großbritanniens größter lebender Romancier« gefeiert. William Boyd, der 1952 in Ghana geboren wurde und heute in London und Südfrankreich lebt, ist jedoch vor allem auch ein begnadeter Schwindler. Er hat das Tagebuch eines fiktiven Schriftstellers und die Autobiografie eines Filmregisseurs erfunden. Einen Skandal provozierte Boyd mit der tragischen Lebensgeschichte des Künstlers »Nat Tate«, den nach der Buchpräsentation mit dem eingeweihten David Bowie in New York eine Reihe Prominenter persönlich gekannt haben wollte. In seinem neuen Roman »Blinde Liebe« (Kampa Verlag) erzählt William Boyd die Geschichte des Klavierstimmers Brodie Moncut, der ein absolutes Gehör hat und als Genie gilt. Er tritt im Paris des Fin de Siècle in die Dienste des Pianisten John Kilbarron – und verliebt sich in dessen Geliebte, die russische Sopranistin Lika. Es ist eine unmögliche Liebe, die Moncut von Paris über St. Petersburg, Biarritz und Triest bis ans Ende der Welt führt.
William Boyd stellt seinen Roman zusammen mit dem Schauspieler Stephan Benson vor, der den deutschen Text lesen wird. Margarete von Schwarzkopf moderiert.

Literaturhaus, Schwanenwik 38, 19.30 Uhr, € 14,–/10,–