Pascale Hugues, Foto: Dagmar Morath
Schon ihr erstes Buch »Marthe und Mathilde«, das über »Eine Familie zwischen Frankreich und Deutschland« erzählt, wurde ein Bestseller. In diesem Frühjahr legt die in Berlin lebende, französische Schriftstellerin und Journalistin Pascale Hugues nun eine Erzählung über ihre Mutter Yvette vor, die 1929 im elsässischen Colmar geboren wurde und in ihrem Leben mehrmals die Nationalität, die Sprache und sogar den Vornamen wechselte. Pascale Hugues erfuhr als Kind nicht, warum ihre fürsorgliche Mutter wochenlang verschwand, darüber, dass sie unter einer psychischen Krankheit litt, wurde schlicht nicht gesprochen. In ihrem Buch begibt sich Pascale Hugues nun auf eine Spurensuche und zeichnet das Bild einer Zeit, in der psychische Krankheiten ein Tabu sind, das man hinter schützenden Lügen verbirgt. Pascale Hugues stellt ihr Buch zusammen mit Iris Radisch vor.