Veranstaltungen

Montag, 25.06.2018


»Harburger AusLese« mit Jens Eisel

»Bevor es hell wird«




Jens Eisel liest aus seinem Roman »Bevor es hell wird«, in dem er von zwei Brüdern erzählt und einer Verbundenheit, die keine Grenzen kennt.

Als Alex aus dem Knast kommt, ist alles anders. Er erinnert sich gut an die schönen Tage in seiner Kindheit, in denen er mit seinem Bruder Dennis um die Backsteinhäuser im Viertel gezogen ist. Daran, wie er den Schiffen auf der Elbe nachgesehen hat, wenn ihre Mutter auf der Arbeit war. Es war keine sorgenfreie, aber eine glückliche Zeit. Bis ein Unglück sie auseinanderreißt. Jetzt muss Alex Verantwortung übernehmen: für sich und seinen großen Bruder Dennis, der immer mehr die Kontrolle über sein Leben verliert. Wie weit kann Alex gehen, um seinem Bruder zu helfen?

KulturWerkstatt Harburg, Kanalplatz 6, 19.30 Uhr, € 5,–/3,–


Podiumsdiskussion

»Heimat, ferne Heimat«

Christina Weiss und Ulrich Greiner diskutieren »über das wachsende Bedürfnis nach Zugehörigkeit: zu einer Nation, einem Volk, einer Kultur, einer Weltanschauung«.

Freie Akademie der Künste, Klosterwall 23, 19.00 Uhr, € 8,–/5,–


Jüdischer Salon

»Mit Hannah Arendt Zukünftigkeit denken«

Vortrag von Amir Eshel, Professor für Deutsche Literatur und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Stanford University in Kalifornien. Gastgeberin ist Friedrike Heimann.

Jüdischer Salon im Café Leonar, Grindelhof 59, 20.00 Uhr, € 10,–/7,50


Simon Strauß, Sieben Nächte, Blumenbar
Lesung mit Simon Strauß

„Sieben Nächte“

Es ist Nacht, ein junger Mann sitzt am Tisch und schreibt. Er hat Angst. Davor, sich entscheiden zu müssen. Für eine Frau, einen Freundeskreis, einen Urlaubsort im Jahr. Er hat Angst, dass ihm das Gefühl abhandenkommt. Dass er erwachsen wird. Das ist die Ausgangsituation in dem Roman „Sieben Nächte“ von Simon Strauß. Im Ballinhaus stellt der junge Autor und Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung seinen Roman vor. Ein Gespräch mit Simon Strauß führt Jens Büchsenmann (NDR-Kulturedaktion).


Simon Strauß erzählt von einem jungen Mann an der Schwelle, der schließlich alles aufbringt, um dem üblichen Lebentrott zu entgehen: Sieben Mal um sieben Uhr begegnet er einer der sieben Todsünden. Er muss gierig, hochmütig und wollüstig sein, sich von einem Hochhaus stürzen, den Glauben und jedes Maß verlieren. Sieben Nächte ist ein Streifzug durch die Stadt, eine Reifeprüfung, die vor zu viel Reife schützen soll, ein letztes Aufbäumen im Windschatten der Jugend.

In der Literaturkritik wurde „Sieben Nächte“ als „Zukunftsgieriges Kampfbuch gegen die Abgeklärtheit“ (Volker Weidermann) und „grandioses Debüt“ („Der Freitag“) gefeiert.

Im Ballinhaus der Hapag-Lloyd AG, Ballindamm 25 19.00 Uhr, Eintritt frei. Um Anmeldung bis um 22. Juni per E-Mail an events(at)hlag.com wird gebeten.


Lesung und Gespräch

»Ankerlos in Hamburg«

Antikriegsdemonstration
Dominik Bloh, Foto: Axel Martens, Ankerherz Verlag
In Hamburg ankerlos zu sein, was bedeutet das? Keinen Hafen zu haben – kein Dach über dem Kopf und die Straße Zuhause zu nennen? Das sind die Ausgangsfragen eines Lese- und Gesprächsabends über Obdachlosigkeit, den die Lesereihe »Buch braucht Bühne« präsentiert. Entwickelt wird die Reihe von Studierenden der Universität Hamburg im Rahmen des Seminars »Projektmanagement im Literaturbetrieb« unter der Leitung von Hamburgs Literaturreferentin Antje Flemming.

Wir begegnen jeden Tag Menschen, die keine Bleibe haben, doch meistens nehmen wir sie nur aus dem Augenwinkel wahr und verdrängen dann schnell wieder, was wir gesehen haben. Doch so wie Studierende, Topmanager*innen, Ärzt*innen und Erzieher*innen ihre Heimat in Hamburg haben, nennen auch Obdachlose diese Stadt ihr Zuhause. Der Autor Dominik Bloh hat viele Jahre auf der Straße gelebt und berichtet in dem Buch »Unter Palmen aus Stahl« (Ankerherz Verlag) von seinen Erfahrungen und Erlebnissen. Im Anschluss an seine Lesung diskutieren Dominik Bloh, Sybille Arendt (Öffentlichkeitsarbeit Hinz&Kunzt), der Hinz&Kunzt-Verkäufer Jens Cormann und die Studierenden Nele Deutschmann und Felicitas John mit dem Publikum.

Moderation: Josepha Oelschlägel und Ekaterina Wortmann

Literaturhaus, Schwanenwik 38, 19.30 Uhr, 8,-/4,- €