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22. Theaternacht Hamburg

38 Bühnen öffnen am 5. September für eine Nacht lang ihre Türen und Vorhänge und laden zu einer Entdeckungsreise durch die vielfältige Theaterlandschaft der Stadt ein. Mit dabei sind die großen wie die kleinen, die bekannten wie die unbekannten, die staatlichen und die privaten, die subventionierten und die nicht geförderten Bühnen der Hansestadt, deren Theaterlandschaft als die dynamischste und facettenreichste in Deutschland gilt. Über 200 Programmpunkte geben zum Saisonauftakt Einblicke in aktuelle Produktionen, erlauben einen Blick hinter die Kulissen, laden zu Konzerten, Lesungen zu »Requisitenspaß, Theatermalereien & Kostümallerlei«. Los geht es schon um 15.00 Uhr mit dem Familienprogramm, ab 19.00 Uhr startet dann das Abendprogramm mit Vorstellungen bis nach Mitternacht. Und dann darf bei der Aftershow-Party im Thalia Theater bis in die Morgenstunden gefeiert werden
theater-hamburg.org/theaternacht/

»Nacht der Kirchen«

Wer sich zum Auftakt zuerst einmal einen Überblick verschaffen will, startet mit einer kleinen Wanderung in die luftige Höhe von 86 Metern und genießt die schöne Aussicht vom Tum der Hauptkirche St. Jacobi über die Hamburger Innenstadt. Alternativ kann man auch den Panoramalift des Mahnmals St. Nikolai zur Aussichtsplattform in 75 Metern Höhe für einen Rundumblick über das abendliche Hamburg nehmen. Von dort oben zeigen sich mit all den anderen Kirchentürmen auch gleich einige der über 100 Schauplätze, die unter dem Motto »Wundern gibt es immer wieder« in und um Hamburg zu Literatur und Poesie, Spiritualität und Gebet, Kunst, Theater und Musik einladen. Das Turmglockenspiel von St. Nikolai läutet die »Nacht der Kirchen« am 12. September um 18.00 Uhr mit einem Carillonkonzert mit Gudrun Schmidtke ein. In St. Jacobi spielt an dem Abend die Arp-Schnitger Orgel von 1693 die Hauptrolle: Junge Musikerinnen und Musiker der
Hochschule für Musik und Theater Hamburg machen in immer neuen Besetzungen Musik, begleitend gibt es Lesungen und Impulse.
ndkh.de

Von Büchern und Menschen - Ausstellung über die Bücherstube Stolterfoht

Die Zentralbibliothek der Hamburger Bücherhallen zeigt vom 15.07. bis zum 07.09. in der Ausstellungsfläche auf Ebene 1 eine Ausstellung mit Fotos von Ulrich Hermannes über die Bücherstube Stolterfoht, die 1949 als 44 Quadratmeter kleines Provisorium in der Rothenbaumchaussee 100 errichtet und 2025 grundsaniert wurde.

Die analogen Fotos von Ulrich Hermannes in Schwarz-Weiß entstanden vor, während und nach der Restaurierung des Gebäudes und zeigen Menschen, die dazu beitrugen, den Ort zu erhalten. Die von Werner Kallmorgen entworfene Bücherstube sollte ursprünglich nur ein Jahr genutzt werden. Damals ahnte niemand, dass sie nach 77 Jahren immer noch ihren Zweck erfüllen würde. Zwei Hamburger Stiftungen ermöglichten die Sanierung.

Seit 2024 portraitierte Ulrich Hermannes die charismatischen Persönlichkeiten, die den Spirit des Ortes ausmachen: Handwerker, Planer, Kund:innen und den Buchhändler. Grobes Korn und gelegentliche Unschärfe gehören zur Ästhetik seiner Fotografien.

Ulrich Hermannes führt am 23. Juli, 2026, 17:00 Uhr, gemeinsam mit dem Architekturhistoriker Olaf Bartels, durch die Ausstellung.

Eine Führung mit der Autorin von "Kleinod am Rothenbaum", Cornelie Sonntag-Wolgast, findet am 18.08. statt.

Die Ausstellung ist Kooperation mit Kulturforum Hamburg e.V. im Rahmen des 11. Hamburger Architektur Sommers.

Volksbühnenpreis für Theaterliteratur ausgeschrieben

Nach der erfolgreichen ersten Runde von 2024 bis 2026 vergibt der Bund Deutscher Volksbühnen (BDV) zum zweiten Mal den „Volksbühnenpreis für Theaterliteratur“ an Nachwuchsautor:innen im deutschsprachigen Raum. Er richtet sich vor allem an Studierende der Literaturinstitute, Schreibstudiengänge und Fördereinrichtungen für Dramatiker:innen im deutschsprachigen Raum sowie an Bewerber:innen am Anfang ihrer Autorenlaufbahn.
Die Auszeichnung umfasst ein Preisgeld von 5.000 Euro, die Preisverleihung bei den Ruhrfestspiele Recklinghausen 2027, einen dotierten Werkvertrag zur Umsetzung des Stücks sowie die Uraufführung am Schauspielhaus Düsseldorf in der Spielzeit 2027/2028. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Oktober 2026.

Weitere Infos und Bewerbungsadresse hier: https://www.bund-deutscher-volksbuehnen.de/volksbuehnen-preis

Der K.-H. Zillmer-Verlegerpreis 2026 geht an Sebastian Guggolz

Die Karl-Heinz Zillmer-Stiftung unter dem Dach der Hamburgischen Kulturstiftung zeichnet den Verleger des Guggolz Verlag für sein verlegerisches Handeln aus. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert.
Sebastian Guggolz gründete 2014 in Berlin den Guggolz Verlag für Neuübersetzungen und Neuausgaben von Büchern aus Nord- und Osteuropa. Das Programm umfasst vergessene und aus dem Fokus geratene Werke mit dem Ziel, diese Literatur auf dem deutschen Buchmarkt breiter und vielgestaltiger verfügbar zu machen sowie Regionen auf der literarischen Landkarte sichtbar zu machen, die häufig nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Zu den Autor:innen zählen u. a. Frans Eemil Sillanpää, Andor Endre Gelléri, Amalie Skram, Harry Martinson, Ásta Sigurðardóttir, Anton Hansen Tammsaare und Johannes V. Jensen.
Die Preisverleihung findet am 28. September 2026 um 19.00 Uhr im Literaturhaus Hamburg statt. Der Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda, wird ein Grußwort sprechen. Interessierte können sich bei der Hamburgischen Kulturstiftung für die Preisverleihung anmelden, E-Mail: veranstaltungen(at)kulturstiftung-hh.de

»Wider die Norm«

Die Staats- und Universitätsbibliothek zeigt von 15. Juli bis zum 15. September eine Ausstellung über »Widerspenstige Frauenfiguren in der deutschsprachigen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart«.

Die Ausstellung widmet sich literarischen Frauenfiguren vom Mittelalter bis heute, die aus unterschiedlichsten Gründen als »widerspenstig« gelesen werden können. Stets sind ihren Identitätsentwürfen genderspezifische Aushandlungsprozesse eingeschrieben, die sich an den gesellschaftlichen, sozialen wie familiären Rollenzuschreibungen ihrer Zeit reiben. Die Auswahl an Frauenfiguren aus einem breiten Spektrum an Gattungen und Textsorten über die gesamte Zeitspanne der deutschsprachigen Literatur soll den Figurentypus der »widerspenstigen Frau« als ein Motiv zeigen, das die Geschlechternormen seiner jeweiligen Entstehungszeit reflektiert und damit in vielen Fällen erst sichtbar macht.

Die ausgestellten studentischen Arbeiten entstanden im Rahmen eines teilfachübergreifenden Lehrprojekts der Älteren und Neueren deutschen Literatur.

Seminarleitung und Ausstellungsorganisation: Dr. Hannah Rieger (Ältere deutsche Sprache und Literatur) und Dr. Jara Schmidt (Neuere deutsche Literatur). Beide sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Institut für Germanistik der Universität Hamburg.

Im Durchgang vom Hauptgebäude in den Altbau, 1. Etage
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-19 Uhr.
Der Eintritt ist frei.


Norbert Gstrein erhält den Siegfried Lenz Preis 2026

Alle zwei Jahre vergibt die Siegfried Lenz Stiftung in Hamburg den internationalen Siegfried Lenz Preis. Preisträgerin 2026 ist Norbert Gstrein, wie die Stiftung im Mai bekanntgab. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird am 10. September in einer Feierstunde im Hamburger Rathaus überreicht. Am Vorabend der Preisverleihung wird Norbert Gstrein auf Einladung von NDR Kultur zu Gast im Rolf-Liebermann-Studio des Norddeutschen Rundfunks sein.

Mit dem Siegfried Lenz Preis sollen internationale Schriftstellerinnen und Schriftsteller ausgezeichnet werden, die mit ihrem erzählerischen Werk Anerkennung erlangt haben und deren schöpferisches Wirken dem Geist von Siegfried Lenz nah ist. Norbert Gstrein gilt als einer der großen Erzähler der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Alfred-Döblin-Preis und dem Uwe-Johnson-Preis. Nach seinem zuletzt erschienenen Romanen »Der zweite Jakob« (2021), mit dem er für den Deutschen Buchpreis nominiert war, und »Vier Tage, drei Nächte« (2022) erzählt er in seinem in diesem Frühjahr neu erschienenen Roman »Im ersten Licht« (Hanser Verlag) die Geschichte eines Lebens im 20. Jahrhundert.
siegfriedlenz-stiftung.org


Crespo Foundation schreibt Förderpreis für Nachwuchsautor:innen aus

Die Crespo Foundation schreibt den »WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Förderpreis für kritische Kurztexte 2026« aus. Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Preis will junge literarische Stimmen dazu ermutigen, gesellschaftskritische Positionen zu aktuellen Diskursen zu entwickeln. Ivna Zic, Trägerin des WORTMELDUNGEN-Literaturpreises 2026, stellt jungen Schreibenden in diesem Jahr die Frage: »Die Zeit in die Hand nehmen – Wie lässt sich schreibend einer Gegenwart begegnen, die wenig Raum für eigene Zeitgestaltung lässt?«
Eingereicht werden können unveröffentlichte deutschsprachige Prosatexte oder literarische Essays, die sich mit der Fragestellung auseinandersetzen. Teilnehmen können volljährige Nachwuchsautor:innen, die zum Zeitpunkt des Einsendeschlusses weder eine eigenständige literarische Buchpublikation (betrifft auch E-Books) noch einen Vertrag bezüglich einer Buchpublikation mit einem Verlag oder einer Literaturagentur abgeschlossen haben.

Einsendeschluss: 30. Juni 2026
Vollständige Ausschreibung unter: wortmeldungen.org

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