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»Drawing Dante«

Das Italienische Kulturinstitut zeigt bis zum 5. Dezember eine Ausstellung mit Werken von zwölf Comiczeichner:innen und Illustrator:innen zur »Divina Commedia« von Dante Alighieri. Die in Hölle, Fegefeuer und Paradies aufgeteilte, weltberühmte »Göttliche Komödie« wurde schon in frühen handschriftlichen Ausgaben im 14. Jahrhundert reich illustriert, durch die Jahrhunderte sind große Bilderzyklen entstanden und in den letzten Jahrzehnten auch viele Nacherzählungen in Comics. Meister des Genres wie Moebius, Lorenzo Mattotti und Seymour Chwast haben die »Göttliche Komödie« in Szene gesetzt. Die Austellung »Drawing Dante« zeigt nun Werke von u.a. Manuele Fior, Fabiana Fiengo, Spugna, Gabriella Giandelli, Silvia Rocchi und Lorenzo »LRNZ« Ceccotti. Eröffnet wird die Schau am 5. November um 19.00 Uhr, der Eintritt ist frei.
iicamburgo.esteri.it

Bundesweiter Vorlesetag

Das größte Vorlese-Event des Jahres in Deutschland findet am 19. November statt: Über 500.000 Vorleser:innen beteiligen sich am Bundesweiten Vorlesetag, der auf Initiative der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung »Die ZEIT« und der Deutsche Bahn Stiftung stattfindet. Vorgelesen wird von der »Bürgermeisterin a.D.« ebenso wie von der »11. Bernburger Rosenkönigin«, von den »Teltow Kids« und von »Babsi«, die zur Lesung in die »Kekswelt« einlädt. Schulen, Kindergärten, Bibliotheken und Buchhandlungen sind überall beteiligt, aber auch Gefängniszellen, Tierparks oder Fußgängerzonen werden für Lesungen gekapert. Wer selbst eine Vorleseaktion anmelden möchte – oder einen Vorleseort in der Nachbarschaft sucht, kann sich online informieren.
www.vorlesetag.de

»Inside USA«

Das Ernst Barlach Museum in Wedel zeigt bis zum 30. Januar eine Ausstellung mit zwei fotografischen Zyklen von Monika Fischer und Mathias Braschler. Im April 2019 machten sich die beiden Fotografen von New York City aus auf den Weg und fuhren in den folgenden Monaten 15.000 Meilen quer durch insgesamt 40 Staaten der USA. Sie porträtierten, interviewten und filmten Amerikaner aus allen Bevölkerungsschichten mit sehr unterschiedlichen Meinungen über ihr Leben, die Politik und ihr Land. Fabrikarbeiter, Landwirte, Verkäufer, Dienstleister, Investmentbanker, Politiker, Studenten, Teenager, Rentner, Väter und Mütter. Alle Altersgruppen, Ethnien, Berufe, Geschlechter sind in diesem Fotoprojekt vertreten, das die Zerrissenheit der Menschen und ihrer Nation aufzeigt. Ergänzend zu den aktuellen Fotos, zeigen Mathias Braschler und Monika Fischer auch ihren Zyklus »About Americans« von 2003 mit Einzel- und Gruppenporträts aus einer Zeit als »American Way of Life« noch intakter zu sein schien.
https://www.ernst-barlach.de/inside-usa.html

Hamburger Theater Festival

Es soll etwas kürzer sein als die vorangegangenen Festivals, dafür aber »gewohnt intensiv und hochkarätig«. Vom 10. bis zum 18. Oktober findet das Hamburger Theater Festival statt und schon kurzer ein Blick ins Programm bestätigt, dass weniger manchmal mehr sein kann: Zum Auftakt treffen sich »Die glorreichen Sieben« Constanze Becker, Fritzi Haberlandt, Dagmar Manzel, Ulrich Matthes, Tobias Moretti, Caroline Peters und der Regisseur Jan Bosse für einen gemeinsamen Theaterabend, den es so nur ein einziges Mal geben wird. Es folgen furiose Soloabende mit Nico Holonics und Sophie Rois, zu Leseproben aus »Totentanz« von August Strindberg treffen sich Maren Eggert, Peter Jordan und Hans Löw und die Familie Flöz zeigt mit »Feste« ein Märchen für Erwachsene ohne Wort.
hamburgertheaterfestival.de

»Denkmalbewegt«

Eine Tagung des Heine-Hauses und der Hamburger Kunsthalle am 21. und 22. Oktober will Licht in ein dunkles Kapitel der Hamburger Kulturgeschichte bringen: Es geht um »Hamburgs Erinnerungsvermögen« und um »Salomon und Heinrich Heine«. Salomon Heine, 1767 in Hannover geboren, kam 1784 mittellos nach Hamburg und wurde in der Hansestadt zu einem der erfolgreichsten Bankiers seiner Zeit. Seine Bedeutung als Wohltäter und Mäzen für Hamburg ist bis heute kaum hoch genug einzuschätzen, nach dem großen Brand Hamburgs 1842 beteiligte er sich mit großen Summen aus seinem Privatvermögen am Wiederaufbau der Stadt und stiftete das Israelitische Krankenhaus. Er war eine Ausnahmepersönlichkeit und auch in der Bevölkerung höchst populär. Warum gibt es kein Denkmal, das an ihn erinnert? Und wie steht es eigentlich um die Erinnerungsorte an Heinrich Heine? Gibt »Hamburgs Umgang mit Denkmälern«, wie es in der Ankündigung der Tagung heißt, tatsächlich »seit jeher Anlass zur Verwunderung«? Und was könnte und müsste dann heute besser gemacht werden?
hamburger-kunsthalle.de

Klaus-Michael Kühne-Preis 2021 an Olivia Kuderewski für »Lux«

Die in Berlin lebende junge Schriftstellerin Olivia Kuderewski ist für ihr Romandebüt »Lux« beim Harbour Front Literaturfestival mit dem Klaus-Michael Kühne-Preis ausgezeichnet worden. Der zum zwölften Mal vergebene Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Hamburg hat eine neue Stadtschreiberin

Von August bis November ist Jasmin Schellong als Stadtschreiberin in Hamburg zu Gast. Die in München lebende Autorin hat den Wettbewerb um das Stipendium mit einer Kurzgeschichte zum Thema »Nah am Wasser« gewonnen und erhält für vier Monate mietfrei eine Wohnung in Hamburg und monatlich 1.500 Euro. Den zweiten Preis, der mit 500 Euro dotiert ist, hat Lydia Stach mit einer »Flaschenpost« gewonnen. Gefördert wird das Stadtschreiber-Stipendium u.a. von der Hamburger Volksbank, der Behörde für Kultur und Medien und der Toepfer-Stiftung.
www.Stadtschreiberin.de

Stipendienprogramm NEUSTART KULTUR der VG Wort

Im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) initiierten Programms NEUSTART KULTUR hat die VG WORT ein Stipendienprogramm ausgeschrieben. Das Volumen beträgt 15 Millionen Euro. Die Stipendien sind mit je EUR 5.000,- pro Person dotiert und haben eine Laufzeit von vier Monaten. Seit 13. August ist das Portal für die Registrierung geöffnet, Anträge können ab 27. August gestellt werden.a
neustart-kultur.vgwort.de

Italo-Svevo-Preis 2021 für Jochen Schimmang

Für sein umfangreiches Lebenswerk wird Joachen Schimmang mit dem Italo-Svevo-Preis ausgezeichnet, der seit 2001 an herausragende deutschsprachige Autoren:innen vergeben wird und mit 15.000 Euro dotiert ist. Jochen Schimmang hat seit seinem Debütroman »Schöner Vogel Phönix« von 1979 bis zu seinem 2019 erschienenen Erzählband »Adorno wohnt hier nicht mehr«, Romane, Erzählungen und Essays publiziert. Zuletzt erschien »Mein Ostende« 2020 im Hamburger mareverlag. Die Laudatio auf Jochen Schimmang hält die Publizistin und Literaturkritikerin Sieglinde Geisel. Die feierliche Preisverleihung wird am 16. September im Literaturhaus Hamburg unter musikalischer Begleitung von Carolina Melean stattfinden.

118 Buchhandlungen ausgezeichnet

Die Jury für den Deutschen Buchhandlungspreis 2021 hat unter 366 Bewerbungen 118 Preisträger:innen ausgewählt, darunter sind auch vier Hamburger Buchhandlungen, der Buchladen Osterstraße, die Buchhandlung im Schanzenviertel, die Buchhandlung Felix Jud Buchhandlung und Stirps & Stories. Vergeben werden die Preise in drei Kategorien, die mit 7.000, 15.000 und 25.000 Euro dotiert sind. In welcher Preiskategorie die Buchhandlungen ausgezeichnet werden, gibt Kulturstaatsministerin Monika Grütters am 7. Juli bei einer feierlichen Preisverleihung in Erfurt bekannt. Die Verleihung wird als Livestream übertragen.
deutscher-buchhandlungspreis.de

»Frauenleben«

Die Online-Ausstellung des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ) in Kooperation mit der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule in Hamburg eröffnet neue Perspektiven auf die jüdische Geschichte Hamburgs und wirft einen Blick auf historische und gegenwärtige Frauenbiografien.
juedische-geschichte-online.net

Freie Akademie der Künste in Hamburg hat erstmals eine Präsidentin

Mit der Schauspielerin und Schriftstellerin Monique Schwitter wurde zum ersten Mal eine Frau an die Spitze der Freie Akademie der Künste in Hamburg gewählt. Gemeinsam mit ihrem ebenfalls neu gewählten Vizepräsidenten, dem Schauspieler Burghart Klaußner, bildet sie den neuen Vorstand.
Die Neuwahlen waren nötig geworden, nachdem der erst vor einem halben Jahr ins Amt gekommene Präsident Ullrich Schwarz Ende Februar überraschend zurückgetreten war. Die bisherige Vizepräsidentin Schwitter und der Sektionsvorsitzende der Darstellenden Kunst Klaußner kandidierten daraufhin als Team für den Vorstand.
Dem Präsidium gehören neben dem Vorstand die Vorsitzenden der sechs in der Akademie beheimateten Kunstsektionen an.
ademie-der-kuenste.de

Katrin Seddig erhält den Hubert-Fichte-Literaturpreis 2020

Die Schriftstellerin Katrin Seddig wird für ihr literarisches Werk mit dem Hubert-Fichte-Preis 2020 ausgezeichnet. Die Preisverleihung wurde vom 8. März 2021 auf den 9. September 2021 verlegt und findet im Literaturhaus Hamburg statt. Katrin Seddig, 1969 in Strausberg geboren, lebt und arbeitet seit ihrem Philosophiestudium in Hamburg. In ihren Romanen «Runterkommen» (2010), «Eheroman» (2012), «Eine Nacht und alles» (2015) und «Das Dorf» (2017) erzählt sie von Freundschaft, von Familie und der Zerbrechlichkeit des Glücks. In ihrem vielgelobten, neuen Roman »Sicherheitszone« (Rowohlt Berlin) verknüpft sie die größeren und kleineren Lebensdramen einer Hamburger Familie zu einem berührenden Gesellschaftspanorama der Gegenwart im Brennspiegel des G20-Gipfel in Hamburg.
www.hamburg.de

»Altona Magazin« zum Thema Literatur

Die aktuelle Ausgabe des mit »Reportagen aus Hamburgs Westen« halbjährlich erscheinenden »Altona Magazins« ist zum Thema Literatur erschienen. Den »Lebenspuren« so berühmter Schriftsteller wie Hans Henny Jahnn, Siegfried Lenz, Hubert Fichte, Heinrich Heine oder Detlev von Liliencron folgt Kai-Uwe Scholz; einen Streifzug durch die literarischen Schauplätze in Altona und den Elbvororten unternimmt Jürgen Abel; von der »Kulturlagune« Altonas, wie Peter Rühmkorf zu sagen pflegte, dem Fischer- und Lotsendörfchen Oevelgönne, erzählt Kai-Uwe Scholz, während Angela Kalenbach zum Hausbesuch in der Ausstellung »Laß leuchten!« bittet, die das Altonaer Museum noch bis zum Sommer dem Dichter Peter Rühmkorf widmet. In weiteren Beiträgen wird der Writers‘Room in der Stresemannstraße vorgestellt, die Buchhandlungen des Viertels, die Bücherhalle, und es gibt Porträts des Krimiautors Robert Brack und der Kinderbuchautorin Stefanie Taschinski. Illustrationen zu dem Magazin hat Kamilla Joergensen aus Aarhus beigesteuert, die »Artist in Residence« bei der Altonale im letzten Jahr war.
www.altonale.de/altona-magazin
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