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Hamburg schreibt zum ersten Mal strukturelle Förderung für unabhängige Kulturverlage aus

Es ist eine bundesweit einmalige Förderung: Mit dem »Hamburger Verlagspakt« führt Hamburg als erstes Bundesland in Deutschland eine strukturelle Förderung für unabhängige Kulturverlage ein. Insgesamt 700.000 Euro werden von der Behörde für Kultur und Medien vergeben. Gefördert werden spezifische Programme bzw. Programmsegmente der antragsberechtigten Verlage, keine Einzeltitel. Die Förderung richtet sich an konzernunabhängige Kulturverlage mit einem Jahresumsatz von bis zu 2 Millionen Euro und weniger als zehn Beschäftigten aus den Bereichen Literatur, Sachbuch, Kinder- und Jugendbuch, Comic sowie Wissenschaft, Fachbuch, Bildbände, Kunst, Reise und Architektur, die wirtschaftlich unabhängig agieren.

Hier werden die wichtigsten Fragen zu der Förderung beantwortet: Förderung von Kulturverlagen
Bewerbungen sind bis zum 15. Juni 2026 digital beim servicportal.hamburg.de einzureichen.

Senator für Kultur und Medien besucht die Buchhandlung im Schanzenviertel

Die Buchhandlung im Schanzenviertel soll keine weitere Förderung aus Bundesmitteln erhalten. Das hat das Bundesinnenministerium auf Anfrage der AFD erklärt. Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda hat sich daraufhin ein eigenes Bild von der Buchhandlung gemacht und erklärt: »Bei uns entscheiden unabhängige Jurys und nicht der Verfassungsschutz über Förderungen. Eine freie Gesellschaft braucht freie Kultur!«
Mehr zu dem Vorgang sagt Carsten Brosda im Hamburg-Journal.

18. Hamburger Theaterfestival

Ausgewählte und viel diskutierte Theater-Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum zeigt das Hamburger Theater Festival auf den Bühnen des Deutschen Schauspielhauses, des Thalia Theaters und des St. Pauli Theaters vom 23. Mai bis zum 21. Juni. Zum Auftakt gibt es ein multimediales Theaterspektakel aus Schauspiel und Musik, Tanz und Live-Projektionen nach dem Roman »Der Schneesturm« von Vladimir Sorokin in einer Bühnenfassung von Kirill Serebrennikov, das von einer fantastischen Irrfahrt durch ein ländliches Russland der nahen Zukunft erzählt. In »Der Fall McNeal« von Ayad Akhtar in der Regie von Jan Bosse gibt Joachim Meyerhoff eine Paradevorstellung als ebenso erfolgreicher wie narzisstischer Schriftsteller. Um einen Dichter im Abgrund geht es in »De Profundis« von Oscar Wilde. Die Inszenierung von Oliver Reese für das Berliner Ensemble wurde im letzten Jahr als fulminanter und unvergesslicher Solo-Abend für Jens Harzer gefeiert.

hamburgertheaterfestival.de

Crespo Foundation schreibt Förderpreis für Nachwuchsautor:innen aus

Die Crespo Foundation schreibt den »WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Förderpreis für kritische Kurztexte 2026« aus. Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Preis will junge literarische Stimmen dazu ermutigen, gesellschaftskritische Positionen zu aktuellen Diskursen zu entwickeln. Ivna Zic, Trägerin des WORTMELDUNGEN-Literaturpreises 2026, stellt jungen Schreibenden in diesem Jahr die Frage: »Die Zeit in die Hand nehmen – Wie lässt sich schreibend einer Gegenwart begegnen, die wenig Raum für eigene Zeitgestaltung lässt?«
Eingereicht werden können unveröffentlichte deutschsprachige Prosatexte oder literarische Essays, die sich mit der Fragestellung auseinandersetzen. Teilnehmen können volljährige Nachwuchsautor:innen, die zum Zeitpunkt des Einsendeschlusses weder eine eigenständige literarische Buchpublikation (betrifft auch E-Books) noch einen Vertrag bezüglich einer Buchpublikation mit einem Verlag oder einer Literaturagentur abgeschlossen haben.

Einsendeschluss: 30. Juni 2026
Vollständige Ausschreibung unter: wortmeldungen.org

Schriftstellerin Judith Schalansky mit Lessing-Preis 2025 ausgezeichnet

Der mit 20.000 Euro dotierte Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg wurde im Januar an die Autorin Judith Schalansky verliehen. Mit dem Stipendium des Lessing-Preises wurdee Anja Kampmann ausgezeichnet. Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, überreichte beide Auszeichnungen im Thalia Theater im Rahmen einer festlichen Matinee.

Der "Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg" wurde vom Hamburger Senat im Jahr 1929 aus Anlass der 200. Wiederkehr des Geburtstages von Gotthold Ephraim Lessing gestiftet. Lessing war der berühmteste deutschsprachige Schriftsteller der Aufklärung.

Lessing-Preis und Lessing-Stipendium 2025

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