Literaturpreise in Hamburg

Verleihung der Förderpreise für Literatur und literarische Übersetzungen 2018

Traditionell lädt die Behörde für Kultur und Medien in der Vorweihnachtszeit zur festlichen Verleihung der sechs Förderpreise für Literatur und der drei Förderpreise für literarische Übersetzungen ins Literaturhaus. Die Juror*innen Felix Bayer (Literaturkritiker, »Spiegel Online«) Gabriele Haefs (Übersetzerin, Preisträgerin 2017), Sarah Houtermans (Lektorin, Hoffmann und Campe), Sven Meyer (Literaturwissenschaftler, Patriotische Gesellschaft von 1765) und Marie-Alice Schultz (Autorin, Preisträgerin 2017) stellen die Preisträger*innen vor, die aus ihren prämierten Texten und Übersetzungen lesen werden. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, spricht ein Grußwort des Senats und überreicht die Preise. Jeweils einen der mit 6.000 Euro dotierten Förderpreise für Literatur erhalten: Nora Gantenbrink für einen Auszug aus dem Romanmanuskript »Dad«, Martin Halewitz für einen Auszug aus dem Romanmanuskript »Hauptsache wir sind frei«, Brigitte Helbling für einen Auszug aus dem Romanmanuskript »Zurigo Amore«, Daniel Mellem für einen Auszug aus dem Romanmanuskript »Die Erfindung des Countdowns«, Sebastian Stuertz für einen Auszug aus dem Romanmanuskript »Das eiserne Herz des Charlie Berg« sowie Juliane Pickel für einen Auszug aus dem Romanmanuskript »Der Unfall«. Jeweils einen der mit 2.500 Euro dotierten Förderpreise für literarische Übersetzungen erhalten: Miriam Mandelkow für ihre Übersetzung des Romans »Von dieser Welt/Go tell It On The Mountain« von James Baldwin aus dem Amerikanischen, Stefan Pluschkat für seine Übersetzung des Romans »Die polyglotten Liebhaber/De polyglotta älskarna« von Lina Wolff aus dem Schwedischen sowie Nicolai von Schweder-Schreiner für seine Übersetzung des Romans »So enden wir/Meia-Noite e Vinte« von Daniel Galera aus dem Portugiesischen.
Die Verleihungsveranstaltung findet am 3. Dezember 2018 statt.

Behörde für Kultur und Medien im Literaturhaus, Schwanenwik 38, 19.30 Uhr, Eintritt frei.



Lessing-Preis 2017 und Stipendium verliehen

Juliane Rebentisch, Dr. Carsten Brosda
Juliane Rebentisch und Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, Foto: Fabian Hammerl
Juliane Rebentisch wurde am 28. Januar mit dem mit 10.000 Euro dotierten Lessing-Preis 2017 ausgezeichnet. Die Professorin an der Hochschule für Gestaltung Offenbach wurde für ihre Arbeiten zu Ästhetik und Kunst, Gesellschaft und Politik geehrt. Das mit 5.000 Euro dotierte Stipendium ging an die Autorin und Regisseurin Nino Haratischwili. Zu ihrem Werk zählt u.a. der viel besprochene Roman „Das achte Leben (Für Brilka), erschienen 2014 in der Frankfurter Verlagsanstalt. Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, überreichte die Preise während der Lessingtage 2018 im Thalia Theater. Die Laudatio auf Juliane Rebentisch hielt der Publizist Ekkehard Knörer, Herausgeber der Zeitschrift „Merkur“. Die bildenden Künstlerinnen und Performerinnen Anne Imhof und Eliza Douglas, bekannt durch die Arbeit „Faust“ im Deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig, steuerten eine musikalische Performance zu Ehren Juliane Rebentischs bei. Nino Haratischwili wurde von Julia Lochte, der Chefdramaturgin des Thalia Theaters, laudiert. Die Schauspielerinnen Lisa Hagmeister und Franziska Hartmann gratulierten mit einer Szene aus Jette Steckels Inszenierung von „Das achte Leben (Für Brilka)“.