Heute, 23.02.2026
Lesung mit Ece Temelkuran
»Nation of Strangers«
In der neuen Lesereihe »Umbrüche« stellt die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin Ece Temelkuran ihr neues Buch vor, in dem sie so schonungslos wie persönlich über das Leben im Exil schreibt und die Notwendigkeit, eine neue Heimat zu finden. Moderation und Gespräch: Deniz Utlu.
«Ich komme nicht wieder heim.» Mit diesem Satz, in einem kurzen Telefonat an ihre Mutter gerichtet, beginnt für Ece Temelkuran ihre unfreiwillige Existenz als Weltbürgerin. Nach dem Putsch 2016 verlässt die türkische Schriftstellerin das Land, um ihrer Verhaftung zu entgehen. Sie wird Teil der »Nation of Strangers« (Rowohlt), Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten oder sich in ihrem Land, auch mitten in Europa, aufgrund der politischen Entwicklungen nicht mehr zu Hause fühlen, die im Exil leben, geflüchtet sind. Gegen das Alleinsein, das Heimweh und das Gefühl der Orientierungslosigkeit sucht sie andere Heimatlose auf. Am Ende steht die Hoffnung, anzukommen, eine neue Heimat zu finden – ob in einem neuen Land, im Dialog mit anderen oder in sich selbst.
Nachtasyl im Thalia Theater, Alstertor 1, 20.00 Uhr, € 19,–
Schulhausroman
Große Abschlusspräsentation
Eine Schulklasse schreibt gemeinsam und mit professioneller Unterstützung einen Roman. Das ist die kühne Kurzformel des Projekts »Schulhausroman«, das seit mehr als 15 Jahren in Hamburg unter den Fittichen des Jungen Literaturhauses praxiserprobt ist. Glanzpunkt eines jeden Durchgangs ist das feierliche Finale, bei dem die Schüler:innen ihre Romane selbst auf der Bühne präsentieren.Isabel Abedi ist die Schreibtrainerin der Klasse 8f der Gretel Bergmann Schule. Die Geschichte, die dort entwickelt wurde, handelt von einer Klassenfahrt in ein abgelegenes, wenig einladendes Zeltlager zwischen Strand und Wald. Die Stimmung ist schlecht, es gibt keinen Zusammenhalt, dafür viel Streit und Probleme. Und dann sind plötzlich auch noch die Lehrer weg … und es beginnt eine Nacht, mit der niemand gerechnet hat.
Die Klasse 9c der Stadtteilschule Öjendorf wurde von Anselm Neft unterstützt und hat einen aufwühlenden Thriller geschrieben: Der Mafiaboss von Palermo ist in einer Schießerei gestorben. Nun übernimmt sein Ziehsohn Leandro die Geschäfte. Adriana, eine junge Polizistin, macht sich unter falscher Identität an ihn heran, um den ganzen Clan ins Gefängnis zu bringen – und vor allem den Tod ihre Vaters zu rächen. Aber ist Leandro wirklich der Täter? Und hat Adriana ihre Gefühle unter Kontrolle?
Dr. Katja Conradi von der BürgerStiftung Hamburg läutet den Abend mit einem Grußwort ein.
Literaturhaus, Schwanenwik 38, 19.00 Uhr, ab 14 Jahre, Eintritt frei
Museum der Arbeit
Offene Werkstatt: Buchbinden
Besucher des Museums erfahren in einer offenen Werkstatt, wie sie ihr altes Lieblingsbuch retten können, oder bekommen Unterstützung bei der Planung eigener, kleiner Buchbindeprojekte.Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, 17.00 Uhr, Museumseintritt plus Materialkosten
Museum der Arbeit
Offene Werkstatt: Buchdruck
Die Offene Werkstatt hat eine lange Tradition und ist besonders beliebt bei allen, die das Museum bei der Arbeit erleben wollen. Ehemalige Setzer und Drucker sowie angelernte Kolleginnen und Kollegen geben einen Einblick in ihren früheren Arbeitsalltag und helfen bei der Herstellung eigener kleiner Drucksachen.Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, 18.00 Uhr, Museumseintritt plus Materialkosten
Aktuelle Buchempfehlungen
Kristof Magnussons neuer Roman »Reise ans Ende der Geschichte«
Der Dichter, der Spion und die Lehrerin

Kristof Magnusson, Foto: Smilla Dankert
Nefeli Kavouras und ihr Debütroman »Gelb, auch ein schöner Gedanke«
Die Jahre ohne Details

Nefeli Kavours, Foto: Stephan Obel
Farhad Shwoghis neuer Gedichtband
Poetische Fassungen des Sagbaren

Farhad Shwoghi, Foto: Steffen Baraniak
Mia Oberländers »Saloon«
Familiensache

Mia Oberländer, Foto: Alexandra Polina
Leïla Slimanis »Trag das Feuer weiter«
Auf der Suche nach der verlorenen Erinnerung

Leïla Slimani, Foto: Francesca Mantovani für Èditions Gallimard
Joy Williams Erzählband »Stories 2«
Die Stille im Auge des Orkans
Joy Williams, Foto: Jonno Rattman
Nelio Biedermanns Debütroman »Lázár«
Ein vor Jahren geträumter Traum
Nelio Biedermann, Foto: Ruben Hollinger
Linn Ullmanns »Mädchen 1983«
Sehen, sich erinnern, verstehen
Linn Ullmann, Foto: Kristin_Svanæs-Soot
Leon Englers Debütroman »Botanik des Wahnsinns«
Was ist schon ein normaler Mensch?
Leon Engler, Foto: Niklas Berg
Helga Schuberts Erzählungen »Luft zum Leben«
Geschichten vom Übergang
Helga Schubert, Foto: Eddy Zimmermann, Rabauke Filmproduktion
Anja Kampmanns »Die Wut ist ein heller Stern«
Kein Ort mehr, um zu bleiben
Anja Kampmann, Foto: Maximilian Gödecke
Heinz Strunks Heinz Strunks »Kein Geld Kein Glück Kein Sprit«
Negations-Trias mit Fun-Faktor
Heinz Strunk, Foto: Dennis Dirksen
Leif Randts »Let´s Talk About Feelings«
Und der Himmel voller Geigen
Leif Randt, Foto: Belle Santos
Gaël Fayes Roman »Jacaranda«
Eine Erinnerungsraum für die ganze Geschichte
Gaël Faye, Foto: JF Paga
Michael Maars neues Buch »Das violette Hündchen«
Am Wegrand des Großen und Ganzen
Michael Maar, Foto: privat
Mirko Bonnés neuer Gedichtband »Wege durch die Spiegel«
Was vom Wind abhängt
Mirko Bonné, Foto: Beowulf Sheehan
Tamar Noorts neuer Roman »Der Schlaf der Anderen«
Wie Träume wahr werden
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Friederike Gräffs neuer Erzählband
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Johannes Franzens Studie »Wut und Wertung«
Die Sache mit der Wut
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Jonas Lüschers »Verzauberte Vorbestimmung«
Von Menschen und Maschinen
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Rachel Kushners neuer Roman »See der Schöpfung«
Pfade des Widerstands
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Rebekka Franks neuer Roman »Stromlinien«
Vom Gewicht des Schweigens
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Kristine Bilkaus neuer Roman »Halbinsel«
Nimm dich da raus
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Die 19. Ausgabe des Hamburger Literaturjahrbuchs ZIEGEL
Das Pappreptil beißt lautlos zu
Illustration von Moritz Wienert aus dem ZIEGEL #19 © Moritz Wienert
Annika Büsings neuer Roman »Wir kommen zurecht«
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Ella Carina Werners »Feministische Tiergedichte«
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Der neue Roman von Wolf Haas
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Andreas Reckwitz´ »Verlust - Ein Grundproblem der Moderne«
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