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Mittwoch, 30.10.2019


Lesung mit Isabel Bogdan

Laufen, laufen, laufen

Isabel Bogdan, Foto: Heike Blenk
Mit ihrem Romandebüt »Der Pfau« hat Isabel Bogdan vor zwei Jahren eine turbulente Komödie vorgelegt, die in ihrem Mix aus gekonntem Understatement und skurrilem Humor very British ist und schnell zum Bestseller wurde. Von einem ganz anderen Tonfall wird ihr neuer Roman »Laufen« (Kiepenheuer & Witsch) getragen. Es ist der atemlose Monolog einer Frau, die sich in ihrem Leben neu erfinden muss. In der Buchhandlung Christiansen stellt Isabel Bogdan ihren Roman vor.

Ich kann nicht mehr«, sagt die Erzählerin zum Auftakt eines Laufs, zu dem sie sich nach Jahren wieder einmal aufgerafft hat. Schon während sie sich daraufhin nach einem Grund fragt, der ihr gestatten könnte, nach nur wenigen Schritten wieder nach Hause zu traben, ist man mittendrin, in diesem Parcours aus existenziellen Hindernissen, der auf den folgenden 200 Seiten zu überwinden sein wird. Und es ist sofort klar, dass der Eingangssatz über allem schwebt, was die Erzählerin macht. Da läuft eine nicht zum Spaß, etwa um schlanker oder fitter zu werden, es ist auch nicht einfach irgendeine Krise, die sie bald bei jedem Wetter raustreibt, sondern »in Wahrheit ist es zu Ende«, ihr »Leben in Scherben«. Um diese Scherben kreisen ihre Gedanken beim Laufen, obwohl sie vor allem darauf hofft, endlich nicht mehr daran denken zu müssen, was ihr passiert ist. Erzählt wird davon in einem inneren Monolog, der sich zuerst noch oft direkt an einen Lebensgefährten richtet. Er hat sich das Leben genommen. Isabel Bogdan leuchtet in ihrem Monolog die manchmal kleinen und oft großen Abgründe aus, die sich für die Erzählerin daraufhin öffnen, von der ersten Krisenintervention bis zu den Versuchen, wieder ein neues Liebesleben zuzulassen. Was den Text bis in den finalen Lauf trägt, ist die Unerschrockenheit und Direktheit, mit der dieser Selbstrettungstrip eine unfassbare Situation beschreibt, die sonst stets im Verborgenen bleibt, weil wir nur dann darüber sprechen, wenn wir selbst davon betroffen sind.

Buchhandlung Christiansen, Bahrenfelder Str. 79, € 10,–/8,-


»Ermittlungen an Bord«

»Mörder mögen keine Matjes«

Krischan Koch liest aus seinem neuen Krimi »Mörder mögen keine Matjes«.

Thalia Buchhandlung auf dem Salonschiff MS Hanse Star, St. Pauli Landungsbrücken, Brücke 4, 19.00 Uhr, € 25,-


Leseshow

»Elternzeit!«

Sebastian Lehmann liest aus seinem neuen Buch »Mit deinem Bruder hatten wir ja Glück. Telefonate mit meinen Eltern«.

Polittbüro, Steindamm 45, 20.00 Uhr, € 15,–/10,-


Poetry Slam

Poetry Slam im Dunkeln

Poetry Slam, bei dem nur die Stimme und das Gehör zählen.

Kampf der Künste bei »Dialog im Dunkeln«, Alter Wandrahm 4, 19.00 Uhr, € 25,-


Poetry Slam

Diary Slam

»Seelenpein« und »Hochgefühle«, »Liebesschwüre« und »Selbstmordgedanken« von »wildfremden Menschen«, all das und noch viel mehr steht auf dem Programm des Tagebuch-Slams.

Grüner Jäger, Neuer Pferdemarkt 36, 20.30 Uhr, € 5,–. Wer selber auf die Bühne möchte, meldet sich hier: mail(at)diaryslam.de.