Veranstaltungen

Dienstag, 05.02.2019


Lesung, Vortrag und Publikumsgespräch

»Oh, Simone! Warum wir Beauvoir wiederentdecken sollten«

Die mit dem Luise-Büchner-Preis 2018 ausgezeichnete Schriftstellerin, Journalistin und Bloggerin Julia Korbik wirft einen frischen Blick auf Simone de Beauvoir in all ihren Facetten.

8. Deutsch-Französisches Kulturfestival arabesques in der Galerie im Levantehaus, Mönckebergstraße 7, 20.00 Uhr, € 5,–


Lesung mit Doris Gercke

»Frisches Blut – deutsche Geschichten«

Sie hat mit Bella Block die berühmteste deutsche Kommissarin erfunden. Doris Gercke liest aus neuen Geschichten und spricht mit Tobias Gohlis über 30 Jahre Krimi, Frauenbewegung und Politik.

Wer kennt nicht Bella Block? Die Schauspielerin Hannelore Hoger hat sie als TV-Kommissarin berühmt gemacht. Erfunden hat die zupackende, unbestechliche Frau die Autorin Doris Gercke. Vor etwas mehr als 30 Jahren erschien 1988 ihr bahnbrechender Kriminalroman »Weinschröter, du musst hängen«. Seitdem hat Doris Gercke allein 16 weitere Romane mit Bella Block als Protagonistin und viele andere Texte veröffentlicht. Mit ihrem Romandebüt gab Doris Gercke der deutschen Kriminalliteratur einen entscheidenden Anstoß: Der »Frauenkrimi“ nahm breite Fahrt auf.

Auf Einladung des KulturWerks Rahlstedt liest Doris Gercke aus ihrem jüngst erschienenen Erzählungsband »Frisches Blut – deutsche Geschichten«. Der Literaturkritiker Tobias Gohlis hat Doris Gerckes Arbeit vom ersten Tag an begleitet. Er spricht mit der Grand Old Lady der deutschen Kriminalliteratur über die Rolle der Frauen in der Krimiwelt, über Bella Block, dreißig Jahre als Schriftstellerin und über die politische Situation heute.

Eine Veranstaltung des KulturWerks Rahlstedt mit der Buchhandlung Heymann.

Buchhandlung Heymann im Rahlstedt Center, Schweriner Str. 8 – 12, 20.15 Uhr, € 10,-/8,- für Mitglieder, Vorverkauf und Abendkasse Buchhandlung Heymann.


Lesung mit Willi Winkler

»Das braune Netz«

Willi Winkler
Willi Winkler, Foto: Jens Gyarmaty
Sie saßen im Bundestag, in den Länderparlamenten, überall in den Behörden und Ministerien, waren bei der Polizei, Anwälte und Richter, von denen machen sogar über ihre ehemaligen Opfer urteilten. »Die frühe Bundesrepublik«, schreibt Willi Winkler in seinem neuen Buch »Das braune Netz«, »war ein einziger Skandal«. Kriegsgerichtsräte fällten wieder ihre Urteile, einst regimetreue Professoren lehrten und die Journalisten aus den früheren Propagandakompanien schrieben, als hätten sie sich nichts vorzuwerfen. Damit gewann der junge Staat zwar politische Handlungsfreiheit zurück, gründete seinen Erfolg aber auf einen moralischen Widerspruch, der nicht aufzulösen war.

Die Demokratie in der Bundesrepublik wurde von ihren Feinden mit aufgebaut. Zum 70. Geburtstag der Bundesrepublik zeigt die schonungslose Betrachtung ihrer Frühgeschichte, wie der westdeutsche Staat trotz all seiner Zerrissenheiten zum Erfolgsmodell werden konnte – und er zeigt, welchen Anteil vermeintlich oder tatsächlich geläuterte Nazis daran hatten.

Willi Winkler stellt sein Buch im Literaturhaus vor. Moderation: Andreas Platthaus.

Literaturhaus, Schwanenwik 38, 19.30 Uhr, € 12,–/8,–


Poetry Slam

Mathildes Themenslam mit LÄNGS

Poetry Slam mit Texten von höchsten 5 Minuten Länge zu einem vorgegebenen Thema. Vorlesende zahlen keinen Eintritt, der Gewinner bekommt eine Flasche Hochprozentiges und startet beim nächsten Slam automatisch auf Platz 1.

Mathilde, Literatur & Café, Bogenstraße 5, 20.15, € 5,–